Sicher reisen? Ich reise oft alleine als Frau. Und das nicht nur in Orten, die als unbedenklich gelten. Auch Länder wie etwa Mexiko, Honduras, Südafrika oder Kolumbien standen schon bei mir auf dem Programm. Ist das sicher? Hier berichte ich von meiner persönlichen Erfahrung und teile alle wichtigen Tipps, um möglichst sicher zu verreisen.
Alles Wichtige auf einen Blick
- Ich habe mich beim Reisen meist sehr sicher gefühlt
- Meine bisherige Bilanz: tausend gute Erfahrungen, eine schlechte
- Die größten Risiken sind Diebstähle und Unachtsamkeit
- Am wichtigsten: Setze immer deinen gesunden Menschenverstand ein
- Ein paar weitere Regeln helfen, das Risiko enorm zu senken
Inhalt
Wie gefährlich oder sicher ist Reisen grundsätzlich?
Wie gefährlich das Reisen ist – noch dazu alleine und als Frau – lässt sich nicht pauschal sagen. Natürlich kommt es erst einmal auf das Reiseziel an. Es gibt viele Orte, beispielsweise Japan, Finnland oder Singapur, die als äußerst sicher gelten. In Länder wie diese kann man meist ohne große Vorbereitungen oder Bedenken sicher verreisen.
Aber klar, es gibt genauso Regionen, Länder oder Gebiete, die als etwas unsicherer eingestuft werden. Dazu zählen beispielsweise zahlreiche Orte in Afrika und Lateinamerika. Sollte dich das davon abhalten, dorthin zu reisen? Meiner Meinung nach: nein. Der Grund: Auch wenn diese Orte als gefährlicher eingestuft werden, heißt das nicht automatisch, dass etwas passiert. Hier gilt es schlicht, etwas mehr aufzupassen und deinen gesunden Menschenverstand mehr einzusetzen.
Die Antwort darauf, wie gefährlich es ist (alleine und als Frau) zu reisen, hängt also nicht nur vom Reiseziel, sondern auch von dir selbst ab. Du hast starken Einfluss auf deine Sicherheit auf Reisen. Genau deswegen habe ich dir in diesem Blogpost alle meine Ratschläge zusammengefasst. Sie helfen dir, das Risiko immer und überall gering zu halten.
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Kleiner Exkurs: Medien und unsere Wahrnehmung zu gefährlichen Ländern
Mir ist noch wichtig, kurz auf die Medien einzugehen und kurz zu beleuchten, wie sie unsere Wahrnehmung teilweise verzerren. Wichtig: Ich will hier nicht sagen, dass manche Orte und Länder nicht gefährlicher sind als andere. Das kann ich nämlich nicht bestreiten.
Was ich jedoch sagen will: In Medienberichten hören wir meist nur von „Bad News“: also wenn es mal wieder irgendwo eine Schießerei gab oder ein Touri überfallen wurde. Was wir aber nicht mitbekommen: Wie viele Menschen dort tagtäglich glücklich und sicher reisen. Das ist ein bisschen wie mit Flugzeugabstürzen: In den News bekommen wir nur Abstürze mit, die einen minimalen Bruchteil aller Flüge ausmachen. Von all den anderen Flügen hören wir nichts. Trotzdem ist und bleibt Fliegen extrem sicher.
Wichtige Schlussfolgerung zum Thema sicher verreisen
Deswegen mein Rat: Lasst eure Wahrnehmung nicht zu sehr von negativer Berichterstattung verzerren. Sie stellt immer nur einen kleinen Teil des Gesamtbilds dar. Viele „unsichere Länder“ sind oft viel harmloser als gedacht. Und gleichzeitig heißt „sicheres Reiseland“ nicht automatisch, dass zu 100 % nichts passieren kann.
Sind wir mal ehrlich: Im Prinzip gibt es immer Risiken. Mal mehr, mal weniger. Oft jedoch sind sie geringer als man vielleicht annehmen mag und vor allem: Sie sind oft kontrollierbar und man kann selbst einiges dafür tun, das Risiko so gering wie möglich zu halten.
Meine Erfahrung: Alleine als Frau in gefährlichen Ländern
Ich bin mit dem Campervan durch Südafrika gereist und war in Ländern wie Mexiko, Guatemala, Honduras und Kolumbien – alleine und mit Backpack auf dem Rücken. Und ganz ehrlich: Ich habe das Reisen in diesen Ländern geliebt und mich zu 99 % sicher gefühlt. Gleichzeitig empfand ich die Menschen dort mit am freundlichsten, hilfsbereitesten und fröhlichsten.
Ich bewege mich häufig mit öffentlichen Transportmitteln fort, interagiere mit den Locals und verhalte mich weitestgehend ganz normal. Das einzige, was ich mache: Ich halte mich an gewisse Regeln und Sicherheitsvorkehrungen. Diese findest du weiter unten.
Achtung, wichtiger Punkt: Ich bin sehr reiseerfahren
Dabei muss ich jedoch sagen, dass ich keine Reise-Anfängerin bin. Ich bin in meinem Leben schon viel gereist und war bereits viel in Asien und Europa unterwegs, bevor es in „umstrittenere“ Ecken dieser Welt ging. Und ich glaube, diese Erfahrungen haben mir sehr geholfen. Auch weil ich dadurch bereits sehr selbstsicher beim Reisen war – und ein sicheres Auftreten ist Gold wert.
Heißt das, dass man es mir gleich machen muss? Nein, natürlich nicht. Trotzdem ist es meine Empfehlung, erst mal etwas Reiseerfahrung in tendenziell sicheren Gebieten zu sammeln, bevor man in risikobehaftetere Länder reist. Und falls nicht: Sich dessen immerhin bewusst sein, langsam machen und extra gut aufpassen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto sicherer wird man selbst.
Und dann war plötzlich mein Handy weg
Aber hey, letztlich kann immer etwas passieren – egal, wie sehr du auf ein sicheres Reisen bedacht bist. Diese Erfahrung musste auch ich schon machen. Und ich gebe zu: Sie war etwas scary.
Ich war in einem Hostel in Zentralamerika. Mein Dorm war im ersten Stock, hatte einen Balkon und mein Bett war direkt an der Türe dazu. Diese Türe war geschlossen. Trotzdem ist in der Nacht (als wir alle schliefen) jemand die Hauswand hochgeklettert, hat sich Zugang verschafft und unter anderem mein Handy, das direkt neben meinem Bett auf dem Boden lag, weggeschnappt.
Und falls die Frage hochkommt: Ja, es ist sicher, dass es jemand von außerhalb war. Denn: Man konnte die Fußabdrücke sehr deutlich an der Hauswand sehen und die Nachbarn gegenüber meinten, das Gleiche wäre bei ihnen auch erst kürzlich passiert.
Was das Erlebnis mit mir gemacht hat
Hätte ich mit sowas gerechnet? Nein. Hat es mich frustriert und geärgert? Ja. Sehr sogar. Ich hatte dabei nämlich nicht nur mein Handy, sondern mit ihm auch viele Bilder und Erinnerungen verloren. Führt es dazu, dass ich meine Einstellung geändert habe oder nicht mehr in die Region reisen würde? Nein, definitiv nicht.
Es hat lediglich dazu geführt, dass ich noch aufmerksamer geworden bin und noch mehr aufpasse, wo ich mein Handy manchmal hinlege und wo ich schlafe. Achja, außerdem mache ich seitdem deutlich mehr automatische Backups von meinen Bildern und Daten. 😉
Ach ja: Ich hatte aber (vorausschauend wie ich bin) ein Ersatzhandy dabei. Das hat sich ausgezahlt, würde ich sagen!
Aber Reminder: Das war eine Ausnahme
Trotzdem will ich nochmal sagen: Diese Story ist ein einzelnes Erlebnis in vielen, vielen Jahren des Reisens. Es ist bisher das einzige Mal, dass mir etwas Derartiges passiert ist. Ich habe daraus gelernt und bin noch sicherer geworden. Ich würde mich also selbst nicht durch so eine Geschichte abhalten lassen. Und ich würde dir empfehlen, es ebenfalls nicht zu tun. Und stattdessen? Immer versuchen, das Risiko gering zu halten und auf diese Weise möglichst sicher zu reisen!
Sicher reisen: Die größten Risiken
Nun aber mal zu den Fakten: Was sind überhaupt die größten Risiken beim Reisen? Was wirklich häufig vorkommt, sind kleinere kriminelle Delikte: beispielsweise Diebstähle. Auch Scams und kleine Betrugsmaschen kommen oft vor: Leute, die einen cleveren Trick spielen und dir dabei Geld abziehen und dich schlichtweg übers Ohr hauen, wenn du etwas kaufst oder buchst.
Ein weiteres großes Risiko ist Unachtsamkeit: Mit offenem Rucksack herumlaufen, Handy liegen lassen oder es beim Feiern (und am besten noch betrunken) in der hinteren Hosentasche tragen. Wo wir bereits beim nächsten Thema wären: Party, Alkohol und weitere Substanzen. Gerade beim Ausgehen und im Nachtleben wird man schnell zu einer einfacheren Zielscheibe. Da ist also besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten.
Gleiches gilt beim Thema Vertrauen: Ein großes Risiko ist es, allen Menschen zu vertrauen und blindlings alles zu glauben. Naivität auf Reisen ist ein No-Go. Gerade wenn man sicher verreisen möchte.
So, und nun? Was machen wir jetzt mit diesen Risiken? Wie können wir trotzdem möglichst sicher verreisen? Ganz einfach: Indem wir gewisse Regeln befolgen!
Sicher reisen: Die wichtigsten Tipps und Regeln
Die folgenden Tipps und Regeln befolge ich selbst auf allen meinen Reisen. Sie sind, neben meiner Reiseerfahrung, der Grund, warum ich mich unterwegs zu 99 % sicher fühle (und es auch bin). Also: Was braucht es, um sicher beim Reisen zu sein?
1. Schalte deinen gesunden Menschenverstand ein
Das oberste Gebot: Nutze deinen gesunden Menschenverstand. Sei nicht naiv, leichtfertig oder unachtsam. Ja, Reisen soll Spaß machen. Das sollte jedoch nicht heißen, das Hirn auszuschalten. Dein Verstand ist die wichtigste Basis. Also: Bleibe immer aufmerksam und bewusst, höre auf deine Intuition, wenn dir etwas komisch vorkommt und denke nach, bevor du etwas machst. Wirkt etwas suspekt? Dann lass es lieber oder entziehe dich der Situation.
2. Sei normal und selbstbewusst
Das eigene Auftreten ist super wichtig, wenn es um sicheres Reisen geht. Wenn du durch die Gegend läufst, nicht weißt, wohin oder unsicher wirkst, dann wird man es sehen. Es macht dich zu einer einfacheren Zielscheibe. Versuche daher, einfach du selbst zu bleiben, sicher aufzutreten und abgeklärt zu wirken. Mit dir ist nicht zu spaßen!
3. Informiere dich über dein Reiseziel
Wer sicher verreisen will, sollte sich vorab etwas informieren: Was sind sichere Viertel? Wie ist die Sicherheitslage in der Nacht? Was sind typische Scams? Welche Transportmittel sind sicher und welche weniger? Wenn du bereits eine grobe Idee hast, was auf dich zukommt und worauf du achten musst, kannst du dich optimal einstellen. Eine gute Quelle ist beispielsweise die Seite des Auswärtigen Amts.
4. Achte darauf, wann und wo du unterwegs bist
Jedes Gebiet, Land und jeder Ort ist anders. Manchmal hast du eine Stadt und es kann sein, dass Viertel A als extrem sicher gilt, während Viertel B, direkt daneben, eher eine No-Go-Area ist. Gleiches gilt für die Uhrzeit: Manche Gegenden sind tagsüber ziemlich bedenkenlos, sollten im Dunkeln jedoch lieber gemieden werden. Insbesondere, wenn du alleine bist.
Sicher verreisen heißt daher auch: wissen, wann und wo du (vergleichsweise) bedenkenlos und sicher unterwegs sein kannst. Wie du das herausfindest? Meist mit einer einfachen Recherche im Internet. Google zum Beispiel einfach mal: „Sichere Viertel/Städte in Stadt/Land xyz“.
5. Wähle deine Unterkunft & Lage bewusst
Apropos sichere Gegenden: Das gilt natürlich auch für deine Unterkunft. Schau immer zu, dass diese in einer sicheren Lage ist. Gegebenenfalls lohnt es sich auch darauf zu achten, welche Sicherheitsvorkehrungen dort zusätzlich getroffen werden: Ist der Eingang gut verriegelt oder kann leicht eingebrochen werden? Hat dein Zimmer oder Apartment ein sicheres Schloss? Ist ein Safe oder ein Schließfach vorhanden? Je nachdem, wo du unterwegs bist, kann es Sinn machen, genau diese Dinge vorab zu checken.
6. Bewege dich sicher von A nach B
Ein weiterer Punkt, der damit einhergeht, ist das Thema: Transport. Ob nun innerhalb von Orten oder über längere Strecken. Schaue immer, welche Transportmittel sicher und sinnvoll sind. Da dies von Ort zu Ort sehr verschieden sein kann, ist es schwer, Pauschalaussagen zu machen. Dennoch sind hier ein paar allgemeine Punkte:
Taxis sind nicht unbedingt überall sicher. Daher lohnt es sich, auf bessere Alternativen zu setzen: Uber ist beispielsweise eine recht sichere Wahl, die ich selbst häufig nutze. Gerade auch nachts und wenn ich alleine bin.
Für längere Strecken sind Flüge die sicherste Option. Aber auch Busse können sehr sicher sein: Achte jedoch darauf, einen großen und seriösen Anbieter zu wählen. Und wie sieht es mit Nachtbussen aus? Hier gilt es, zusätzlich auf die Strecke zu gucken. Manche Routen gelten nachts als gefährlich. Ist dies der Fall: einfach lieber tagsüber fahren. With that being said: Ich habe mit meinen Busfahrten – nachts wie auch tags – bisher immer gute Erfahrungen gemacht.
7. Passe auf, wie du dich zeigst
Kommen wir zu dir und deinem Erscheinungsbild! Ich selbst trage immer eine Smartwatch. Das ist eigentlich kein Problem. Mit Rolex würde ich, sofern ich sie mir denn leisten könnte, jedoch nicht unbedingt durch die Gegend stolzieren. Gleiches gilt für super fancy Designerkleidung, Accessoires oder Dinge wie Goldschmuck. Falls du also super rich bist: Lass es dir lieber nicht ansehen. Kleide und zeige dich einfach ganz normal.
8. Gehe clever mit Wertsachen, Geld und Kreditkarten um
Was du immer machen solltest: Deine Wertsachen im Urlaub schützen. Das betrifft dein Handy, Geld, Kreditkarten, Laptops, Kamera und so weiter. Hier gilt – natürlich auch je nach Ort (siehe vorherigen Punkt): Schaue bewusst, was du bei dir hast und auch zeigst. Nimm immer nur mit, was du wirklich brauchst und lass den Rest in deiner Unterkunft.
Idealerweise würde ich dir auch dazu raten, immer mehr Kreditkarten auf deine Reise mitzunehmen, sie jedoch nie am selben Ort zu verstauen. Nimm ein mit, wenn du unterwegs bist und lass die anderen in Safe in deiner Unterkunft. Das gilt auch für Bargeld: Am besten hast du immer nur ein bisschen davon bei dir und lagerst den Rest im Safe.
9. Passe auf mit Handy, Kamera und Co.
Lass uns nochmal genauer auf Handys, Kameras und Co. gucken. Gerade da kommt ja oft die Frage auf: Kann ich das überhaupt in der Öffentlichkeit auspacken? Und ich sage mal so: In der Regel ist das kein Problem. Trotzdem gilt auch hier: Bewusst (je nach Gegend und Situation) entscheiden, abwägen und es nicht übertreiben.
Ich selbst schaue regelmäßig unterwegs auf mein Handy und packe gerne mal meine Kamera aus, um Bilder zu knipsen. Das wurde für mich noch nie zum Problem. Was ich jedoch nicht mache: Kamera non-stop um meinen Hals hängen lassen und das Handy ständig in der Hand halten – auch wenn ich nicht darauf gucke. Denn: Was tatsächlich häufiger vorkommt, ist, dass es dir aus der Hand geschnappt wird, wenn du gerade nicht aufpasst. Zum Beispiel von Menschen, die mit dem Roller an dir vorbeizischen.
Ich kann mich also nur wiederholen: Es gibt keinen Grund, dein Handy mit Dauer-Besorgnis zu verbergen und Panik zu schieben, sobald du es aus deiner Tasche holst. Sei beim Umgang damit einfach bewusst und achtsam.
10. Trage Wertgegenstände nah am Körper
Und da schließt direkt dieser Punkt an: Trage deine Wertsachen nah am Körper. Und nein, damit meine ich nicht (!) in deiner hinteren Hosentasche, aus der man sie easypeasy herausnehmen kann (ohne dass du es auch nur mitbekommst). Ich persönlich setze am liebsten auf Bauchtaschen bzw. Brustbeutel. Darin habe ich mein Handy, etwas Bargeld und eine Kreditkarte – direkt an meinem Körper und so, dass ich sie die ganze Zeit im Blick habe.
11. Gib Acht bei Touren, Ausflügen, etc.
Eine absolut relevante Sache beim Reisen: Touren, Unternehmungen, Ausflüge und mehr. Wähle Anbieter für Unternehmungen bewusst: Achte auf gute Reviews oder lass dir von deiner Unterkunft gute Empfehlungen geben. Die Anbieter für deine Abenteuer sollten immer seriös sein!
Und was Wanderungen und andere Ausflüge angeht: Unternimm sie am besten gemeinsam mit anderen Menschen. Vor allem dann, wenn du in risikobehafteten Gegenden bist. Solltest du dich alleine auf den Weg machen, dann schau immerhin zu, dass du mobiles Internet hast. Pro Tipp: Sag den Leuten in deiner Unterkunft, was du vorhast und wie lange du unterwegs bist.
12. Bleibe achtsam, wenn du ausgehst
Gleiches gilt in Punkto Ausgehen und Nachtleben. Dabei ist besondere Vorsicht gefragt. Denn: Hier ist das Risiko, dass etwas passiert höher. Die wichtigsten Punkte: Lasse dein Getränk niemals aus den Augen, bleib zurechnungsfähig, bleib in einer Gruppe und renne nicht plötzlich betrunken durch dunkle Gegenden. Eigentlich kann ich da nur nochmal an deinen gesunden Menschenverstand appellieren.
Insbesondere in dunklen Bars und Clubs können Wertgegenstände schnell entwendet werden, man kann dir was in den Drink kippen oder, oder … Sei hier also wirklich achtsam und pass auf. Auch dann, wenn du einfach nur Spaß haben willst. Oder besser gesagt: gerade dann. Sicherheit auf Reisen geht immer vor!
13. Sei nicht naiv
Damit einher geht auch: Sei nicht naiv. Nein, wir wollen keinen Menschen unter Generalverdacht stellen. Wir wollen aber auch nicht blindlings fremden Menschen vertrauen, wenn wir sicher reisen möchten. Falls du also von Fremden angesprochen wirst oder ähnliches: Sei immer wachsam und bleibe vernünftig. Vertraue nie einfach so einer fremden Person. Sie kann es gut mit dir meinen. Oder eben auch nicht. Du weißt es nicht. Und das sollte dir immer klar sein.
Hierzu übrigens noch eine wichtige Ergänzung: Sei auch vorsichtig, wenn du dich auf Dating-Apps rumtreibst. Diese werden nämlich gerne mal für kleinkriminelle Maschen genutzt.
14. Bleibe online und offline erreichbar
Last but not least: Bleibe immer gut erreichbar. Melde dich regelmäßig bei deinen Kontaktpersonen, schalte dein Handy nicht aus, teile gegebenenfalls deinen Standort. Deswegen empfehle ich auch: Lege dir immer eine lokale SIM-Karte zu. Entweder als eSim, schon vor der Abreise, oder du holst dir eine am Flughafen bzw. kurz nach deiner Ankunft. So hast du immer Internet, kannst dich gut verständigen oder beispielsweise Dinge wie ein Uber zum Transport buchen. Und das hilft sehr, wenn du sicher reisen möchtest.
15. Mach dich nicht verrückt & genieße deine Reise
Achso, noch was: Mach dich nicht verrückt und genieße deine Reise. Denn nur so hast du auch was davon. Außerdem: Mit einem entspannten und abgeklärten Gemüt ist es leichter, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Ergänzende Ratschläge: Auswärtiges Amt & Versicherung
Die praktischen Tipps, die ich dir gerade genannt habe, sind noch nicht alles. Hier habe ich noch zwei weitere Ratschläge für dich.
Bonustipp 1: App vom Auswärtigen Amt und Krisenvorsorgeliste
Ich kann dir empfehlen, die Sicher Reisen App herunterzuladen. Sie ist vom Auswärtigen Amt und liefert dir immer aktuelle Sicherheits- und Reisehinweise. Außerdem bekommst du Push-Nachrichten bei spontanen Geschehnissen wie Krisen, Unruhen oder auch Naturkatastrophen.
Zusätzlich kannst du dich auch noch in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) eintragen. Dadurch können dich Auslandsvertretungen im Fall von Krisen oder Katastrophen schnell erreichen.
Bonustipp 2: Reiseversicherung für dein Gepäck abschließen
Auch immer lohnenswert ist eine Versicherung. Und zwar nicht nur eine Krankenversicherung, sondern auch eine für dein Gepäck. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du mit mehreren Wertsachen reist. Als digitale Nomadin habe ich neben meinem Handy beispielsweise auch meine Kamera und mein gesamtes Arbeitsequipment dabei (Laptop, Bildschirm, etc.). Deswegen schließe ich immer eine Versicherung für mein Hab und Gut ab: Sollte es doch mal geklaut werden, würde ich immerhin das Geld dafür zurückbekommen.
Was mir noch Sicherheit gibt: langsam machen
Ich reise viel und ich reise sicher. Zumindest, so sicher es geht. Damit mir das gelingt, halte ich mich an alle Tipps und Regeln, die ich dir bereits genannt habe. Außerdem reise ich vergleichsweise langsam. Ich finde: Um sich an neuen Orten wirklich sicherzufühlen, muss man diese auch wirklich kennenlernen. Es ist wichtig, ein Gefühl für neue Länder zu bekommen: für die Menschen, die Mentalität, ihre Eigenheiten. Und genau das kann ich auch dir nur empfehlen: Gib dir Zeit beim Reisen und besuche im Zweifel lieber weniger Orte. So gibst du dir die Chance, sie besser zu verstehen und ein besseres Gefühl für sie zu bekommen.
Fazit: Sicher verreisen? Yes, please!
Wann ist Reisen sicher? Und wann nicht? Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten. Klar gibt es recht sichere Ziele und solche, die etwas bedenklicher sind. Trotzdem lässt sich festhalten: Mit meinen Tipps und Regeln kannst du das Risiko deutlich minimieren. Deswegen bitte ich dich, sie dir wirklich ans Herz zu legen. Denn: Ich möchte, dass du die Welt bereist und Abenteuer erlebst. Aber sicher! 🙂
FAQs
Ist alleine reisen als Frau sicher?
Tausende von Frauen reisen jedes Jahr alleine um die Welt. Auch ich bin als Solo-Backpackerin und digitale Nomadin viel alleine unterwegs. Grundsätzlich ist das absolut machbar und sicher, solange man mit Verstand reist und sich an wichtige Regeln hält. Außerdem gilt: Manche Länder und Regionen erfordern mehr Aufmerksamkeit als andere. Doch so oder so herrscht schlichtweg überall das Motto: Nicht verrückt machen, aber bitte achtsam, bewusst unterwegs sein.
Ist Lateinamerika gefährlich?
Lateinamerika hat nicht den besten Ruf. Doch wie sicher oder gefährlich es ist, hängt stark auf das Land, die Stadt oder gar das Stadtviertel an. Ich selbst habe ganz Zentralamerika alleine bereits und einige Teile Südamerikas. Dabei ist mir einmal ein Handy geklaut worden. Das wichtigste in Lateinamerika ist, dass du dich gut informierst und meine Tipps berücksichtigst. Dann minimierst du das Risiko deutlich. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Lateinamerika ist toll!
Was tun bei Diebstahl im Ausland?
Falls dir im Ausland etwas geklaut wird, heißt es zuallererst: Ruhe bewahren. Sperre gegebenenfalls deine Kreditkarten oder lösche deine Handydaten (bei einem Handyklau): Das geht mittlerweile online über deinen PC. Anschließend gehst du am besten zur Polizei und erstatte Anzeige. Dadurch kannst du das Geld bei deiner Versicherung rückerstatten lassen. Je nachdem, was geklaut wurde, kannst du außerdem Ersatzdokumente bei der Botschaft oder einem Konsulat beantragen.
Welche Länder sollten Sie 2026 auf keinen Fall bereisen?
Welche Länder du auf keinen Fall bereisen solltest, lässt sich schwer pauschal sagen. Auch, weil oft nicht im ganzen Land Gefahr besteht, sondern nur in bestimmten Regionen. Vermeide aber auf alle Fälle die Nähe zu aktiven Konflikten und politischen Unruhen. Schau dafür am besten auf die Seite des Auswärtigen Amts. Und: Checke das Ganze regelmäßig. Die Sicherheitslage kann sich nämlich schnell verändern.
Wie heißt die App vom Auswärtigen Amt?
Die offizielle App vom Auswärtigen Amt heißt Sicher Reisen. Sie liefert die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise. Zusätzlich erhältst du Push-Nachrichten bei spontanen Ereignissen wie Unruhen, Krisen oder Naturkatastrophen.
Welches Land ist am sichersten zum Reisen?
Grundsätzlich sind viele Teile Europas und Asiens sehr sicher. Deswegen eignen sie sich besonders gut für Reiseanfänger oder Menschen, die nicht so oft verreisen. Gerade Länder wie Japan, Island oder Singapur haben einen guten Ruf. Trotzdem immer wichtig: Deine Sicherheit hängt stark von deinem eigenen Verhalten ab. Und auch in vergleichsweise sicheren Ländern ist man nie ganz ohne Risiko. Diebstähle und Kleinkriminalität gibt’s fast überall. Und es kann dich vor allem dann treffen, wenn du unachtsam bist. Ganz egal, wo.
Wie kann man auf Reisen sicher bleiben?
Um auf Reisen sicher zu bleiben, gilt es, deinen gesunden Menschenverstand zu nutzen. Halte dich in sicheren Regionen auf, informiere dich vorab, passe auf deine Wertsachen auf, sei immer aufmerksam. Lies dir dazu am besten alle meine Tipps und Ratschläge durch. Sie helfen dir, möglichst sicher zu reisen und Risiken deutlich zu verringern.
Wie sicher ist Kolumbien für Touristen?
In Kolumbien kommt Kriminalität fast überall vor. Grundsätzlich hat sich das Land über die letzten Jahre jedoch sehr positiv verändert. Mit dem richtigen Verhalten und Verstand kann man das Land gut bereisen. Gerade die Kaffeeregion rund um Salento gilt mittlerweile beispielsweise als besonders sicher. Aber auch viele andere Orte und Städte lassen sich super besuchen, wenn man achtsam bleibt und gewisse Gegenden meidet.