Atemmeditation Anleitung: So funktioniert die beliebte Meditationsform

Atemmeditation Anleitung

Die Atemmeditation ist sehr beliebt und eine der am häufigsten angewandten Meditationsformen. Sie ist perfekt für Meditations-Anfänger*innen geeignet und hilft dabei, die Welt der Meditation kennen zu lernen. In diesem Beitrag gebe ich ein paar Infos zu der Meditationsform und statte dich mit einer Atemmeditation Anleitung aus.

Worum geht es bei der Atemmeditation?

Die Atemmeditation ist eine Art der Konzentrationsmeditation. Bei ihr geht es darum, sich den eigenen Atem bewusst zu machen. Dabei soll der Atem einfach nur beobachtet, nicht aber kontrolliert werden.

Die Konzentration auf den Atem hilft dabei, sich nicht von aufkommenden Gedanken oder Emotionen mitreißen, sondern sie vorbeiziehen zu lassen. Man hat mit der Atmung also eine Art Anker, auf den man sich konzentriert und zu dem man immer wieder zurückkehren kann, wenn man sich hat ablenken lassen.

Übrigens: Solltest du noch weitere Fragen rund ums Thema Meditieren haben, sieh dir auch gerne meinen Beitrag Meditieren lernen: Häufig gestellte Fragen & ihre Antworten an.

Für wen ist die Atemmeditation geeignet?

Da die Atemmeditation recht simpel ist und keinerlei Vorkenntnisse bedarf, ist sie ideal für Meditation Einsteiger und Einsteigerinnen (auf euch wartet gleich auch die Atemmeditation Anleitung im nächsten Abschnitt). Aber auch Erfahrenere nutzen die Meditation gerne, um den Geist zu jeder Zeit und an jedem Ort zu beruhigen (man benötigt nämlich keinerlei Utensilien oder spezielle Räume, man kann sie im Grunde wirklich überall praktizieren).

Sie ist außerdem gut für Menschen, die schnell gestresst oder unruhig sind, die sich viele Sorgen machen und oft Angst haben, da die Atemmeditation hilft, sich zu erden und Ruhe zu finden.

Atemmeditation Anleitung

Und hier die Atemmeditation Anleitung:

1. Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. 

2. Finde einen passenden Sitz: Du kannst auf dem Boden sitzen, einem Meditationskissen oder einem Stuhl. Wichtig ist vor allem, dass du dich wohl und entspannt fühlst und keine Schmerzen hast. Achte aber auch auf eine aufrechte Haltung, damit du nicht müde wirst und tiefer atmen kannst. Lege dann deine Hände in den Schoss oder auf deine Beine bzw. Knie. Wenn du magst: Stelle dir einen (angenehmen und sanften!) Timer für deine Meditation.

3. Halte die Augen noch offen, ohne dabei einen Punkt zu fokussieren, und atme etwa fünf Mal tief ein (mit der Nase) und wieder auf (mit dem Mund).

4. Schließe anschließend die Augen und atme nur noch mit der Nase weiter. 

5. Nimm dir etwas Zeit (ca. 1-2 Minuten), um deine Umgebung wahrzunehmen. Geräusche, Gerüche, Licht, und so weiter. Spüre außerdem, den Kontakt zwischen deinem Körper und dem Stuhl oder Boden, fühle, wie deine Hände auf den Beinen liegen und wie du in der Umgebung aufgehst. Spürst du zum Beispiel einen Windzug am Arm oder die wärmende Sonne auf deiner Haut?

6. Nun richte deine Aufmerksamkeit vollständig auf deinen Körper und führe einen Körper-Scan durch: Fühle, wie dieser sich von Kopf bis Fuß anfühlt, wo er sich gut anfühlt, wo er sich nicht so gut anfühlt. Beobachte dabei aber nur und versuche nicht zu werten. Anschließend fühlst du einmal kurz emotional in dich hinein. Wie fühlst du dich gerade? Versuche auch hier, einfach nur zu beobachten aber nicht zu bewerten oder darüber nachzudenken. Auch hierfür kannst du dir rund 2 Minuten Zeit nehmen.

7. Anschließend richtest du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte ihn einfach nur und versuche nicht in zu konzentrieren. Fühle, wie du ein und ausatmest, wo du den Atem in deinem Körper spürst und beobachte, wie schnell du atmest und wie sich jeder Atemzug unterscheidet. Achte auf jedes Einatmen, genauso wie auf jedes Ausatmen. Gerade Anfänger*innen hilft es außerdem die Atemzüge mitzuzählen: Einatmen: 1, Ausatmen: 2, Einatmen: 3, Ausatmen: 4, usw. Das machst du, bis du bei 10 bist, danach fängst du wieder bei 1 an.

8. Natürlich werden immer wieder Gedanken in deinem Kopf aufploppen. Das ist vollkommen natürlich. Versuche ihnen jedoch nicht hinterherzujagen oder sie zu werten. Nimm sie kurz zur Kenntnis und akzeptiere sie, lass sie dann aber wieder weiterziehen, indem du mit deiner Aufmerksamkeit zurück zum Atem kehrst. Dass machst du natürlich auch, wenn du dich in einen Gedanken verstickt hast und es bemerkst.

9. So fährst du fort, bis dein Timer das Ende der Meditationszeit verkündet oder du das Gefühl hast, es reicht. Dann geht es darum, mit deinem Geist wieder in die Gegenwart zu kommen: lass die Augen noch geschlossen, doch fühle dich wieder in deinen Körper hinein und versuch wieder deine Umgebung wahrzunehmen, wie du es auch am Anfang schon gemacht hast.

10. Öffne deine Augen und verweile noch kurz in deiner Meditationsposition. Atme noch ein paar Mal, finde dich wieder in deiner Umgebung ein und gehe mit der Entspanntheit, die du durch die Meditation gewonnen hast, weiter in den Tag hinein.

Mein persönliches Fazit zur Atemmeditation

Ich bin mit der Atemmeditation vor rund zwei Jahren in die Welt der Meditation eingestiegen und mache sie auch heute noch sehr gerne. Sie gibt einem einfach eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit, die sich bei regelmäßiger Praxis auf den gesamten Alltag auswirkt. Ich kann sie somit wirklich jedem und jeder ans Herz legen und hoffe ich konnte euch mit der Atemmeditation Anleitung helfen.

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