Fashion Umdenken Teil 1 – Kleiderschrank ausmisten: Meine Tipps und wie ich es endlich mal geschafft habe

Kleiderschrank ausmisten: So funktioniert's!

Kleiderschrank ausmisten? Ja, davor habe ich mich sehr, sehr lange gedrückt. Doch nun habe ich es endlich gemacht. Radikal und ohne Wenn und Aber. Hier meine Geschichte zum Thema Klamotten ausmisten und ein paar persönliche Kleiderschrank ausmisten Tipps dazu.

Schon seit Ewigkeiten (ja, Eeewigkeiten!) nahm ich mir vor meinen Kleiderschrank auszumisten. So recht auf die Reihe bekommen habe ich es aber trotzdem schon seit Langem nicht. Und dass, obwohl es sich z.B. bei meinem letzten Umzug nun wirklich bestens angeboten hätte.

Ich gestehe: Mein Kleiderschrank platze aus allen Nähten

Da ich meinen Kleiderschrank nun so lange nicht ausgemistet habe, hatte sich wahrlich einiges angesammelt. Ich bin ehrlich: Der Kleiderschrank platze aus allen Nähten. Ich hatte viel zu viel Klamotten.

Das lag nicht einmal daran, dass ich viel einkaufe. Wenn shoppen, dann hin und wieder mal auf dem Flohmarkt. Ansonsten bin ich eher das Gegenteil einer Shopping-Queen. Es lag einfach daran, dass ich mich nicht dazu durchringen konnte. Ohne Witz: Da waren Teile, die hatte ich ewig nicht an, dachte aber trotzdem: Irgendwann zieh ich das doch bestimmt nochmal an.

Kleiderschrank ausmisten: Bei einem vollen Kleiderschrank dringend empfohlen
So sah es zuvor aus: Zu voll. Viel zu voll!

Kleiderschrank ausmisten: Es war ein langer Weg dahin

Mein Kleiderschrank war so voll, dass schon einige Teile, die ich wirklich gerne mag, irgendwo in den Klamottenstapeln versunken und völlig aus meinem Sichtfeld verschwunden waren. Mein Kleiderschrank war so voll, dass es oft keinen Spaß machte zu entscheiden, was ich anziehe, da mir die Auswahl eigentlich zu groß war. Mein Kleiderschrank war so voll, dass mich der Anblick manchmal eher beengte als glücklich machte. Und on Top kommt noch: Besonders schön sieht so ein überfüllter Schrank auch nicht aus.

Entschuldigung aber mein Kleiderschrank löst Platzangst in mir aus!

Trotz dieser ganzen Punkte und trotz des Vorhabens endlich mal Kleidung auszumisten, habe ich es lange nicht gebacken bekommen es einfach mal zu machen. Auch das Wissen und meine Meinung, dass weniger mehr ist, konnten mich dazu bringen. Genauso wenig das Wissen um die Tatsache, dass wir in der Regel ohnehin zu viel besitzen, wir dadurch den Überblick über unser Hab und Gut verlieren, überladen sind und kaum wertschätzen können, was wir eigentlich haben.

Gute Gründe den Kleiderschrank auszumisten

      • Weg mit Altlasten! Es wirkt befreiend und erleichternd
      • Weniger ist mehr: Verschaffe dir wieder einen Überblick über dein Hab und Gut
      • Weniger heißt besser wertschätzen können
      • Ein aussortierter Schrank sieht besser aus
      • Weniger Klamotten geben mehr Luft zum Atmen
      • Du musst nicht so lange überlegen, was du anziehst
      • Weniger hilft dabei achtsamer zu sein

Nein, all das hat mich aus irgendeinem Grund nicht genug zum Ausmisten motivieren können. Ich habe trotzdem weiter an meinem Klamotten-Overload festgehalten. Bis plötzlich dieser eine Moment kam. Der: Jetzt-reicht’s-Moment.

Der Jetzt-reicht’s-Moment

Es war ein Tag wie jeder andere. Eigentlich wollte ich nur kurz ins Schlafzimmer (wo auch mein Kleiderschrank und meine Kleiderstange steht), um meine Wasserflasche von dort zu holen. Doch beim Eintreten und Erblicken meines Klamotten-Überflusses kam diesmal solch ein Gefühl von Einengung auf und ich dachte plötzlich: Boa ne, jetzt reicht’s – ich muss was ändern.

Mit diesem Gedanken ließ ich alles andere stehen und liegen und fing an auszumisten. Und zwar gnadenlos. Die wenigen Male, die ich zuvor in der fernen Vergangenheit ausgemistet habe, ging ich eher nach dem Motto Alles behalten, was ich noch brauchen könnte vor. Diesmal war es anders.

Kleiderschrank richtig ausmisten – Jetzt aber wirklich

Diesmal war ich so ernüchtert und erschlagen von der Hülle und Fülle an Klamotten, dass ich zum ersten Mal wirklich radikal aussortierte. Teile, die ich früher noch behalten hätte, weil ich dachte Irgendwann kann ich das doch bestimmt mal wieder tragen wurden dieses Mal ohne zu zögern auf den Ausmisten-Stapel geworfen.

Kleidung ausmisten ist befreiend
Ohne Wenn und Aber und der Ausmisten-Stapel wurde größer und größer.

Auf eben diesem Ausmisten-Stapel landete außerdem alles, was ich in den letzten 12 Monaten nicht einmal anhatte, was ich glaubte ohnehin nicht mehr anzuziehen (weil ich es eben nicht vielleicht doch noch irgendwann tragen würde), was ich seit zig Jahren aufbewahrte, nur weil ich eine Erinnerung damit verbinde, es aber nie trug und so weiter und so fort. So wurde der Stapel in kürzester Zeit größer und größer.

Kleidung ausmisten ohne Wenn und Aber

Mir wurde bewusst, dass ein Kleidungsstück, dass seit Jahren ungetragen in den Tiefen meines Schranks lagert, selbst wenn ich eine besondere Erinnerung damit verbinde, weg kann. Denn die Erinnerung habe ich so oder so. Das andere ist nur ein Stück Stoff.

Mir wurde bewusst, dass das Argument Aber das könnte ich ja nochmal tragen kaum für ein Kleidungsstück spricht und kein Grund ist, es zu behalten. Denn bei den Kleidungsstücken, die ich wirklich mag und die ich wirklich noch tragen würde, dachte ich mir genau das: Ach, das mag ich, das trage ich gerne.

Kleiderschrank richtig ausmisten Tipps:

      • Miste alles aus, was du in den letzten 12 Monaten nicht anhattest
      • Scheue dich nicht Klamotten auszumisten mit denen du bestimmte Erinnerungen verbindest
      • Sortiere Kleidung aus bei der du denkst “Ganz vielleicht trage ich das ja irgendwann mal noch”
      • Behalte nur Klamotten, bei denen du direkt denkst, dass du sie wirklich magst und gerne trägst
      • Mach dir dabei gute Musik an – mir hat das jedenfalls geholfen
      • Sei radikal und miste ohne wenn und aber aus! Schließlich willst du dich von altem Kram befreien, oder?

Und warum das Ganze? Weil es sich Klamotten ausmisten einfach gut anfühlt!

Mit jedem Kleidungsstück, dass auf dem Ausmisten-Stapel landete, fühlte ich mich nicht ärmer oder trauriger, sondern, ganz im Gegenteil: Ich fühlte ich mit jedem einzelnen aussortierten Teil glücklicher und leichter.

Anders als bisher empfand ich das Ausmisten nicht als anstrengend oder schwierig. Es fiel mir leicht. Wahrscheinlich, weil ich merkte, wie es mir mit jedem Weniger besser ging und weil mein Entschluss diesmal aus wahrem Willen heraus geboren wurde.

Kleiderschrank ausmisten: Für ein besseres Gefühl
So sieht es ausgemistet aus. Viel besser als zuvor!

Mit jedem Weniger ging es mir besser und schon war es geschafft

Und schneller als ich gedacht hätte, war es geschafft. Das Inventar meines Kleiderschranks war plötzlich maßgeblich dezimiert und ein riesiger Ausmisten-Stapel zierte meinen Flur. Was für ein gutes und erleichterndes Gefühl! Anschließend habe ich umgeräumt und die Klamotten neu drapiert und aufgehängt. Es gefällt mir viel besser als zu vor, das gesamte Zimmer ist offener und wirkt größer und ich viele mich viel viel wohler darin.

Wenn du also (mal wieder) das Gefühl hast, dass dein Kleiderschrank zu voll ist oder du nicht mehr weißt, was du anziehen sollst, weil die Auswahl zu groß ist, kann ich dir nur empfehlen: Mach es einfach! Miste aus! Jetzt!

PS: Falls du dich fragst, was ich mit den ganzen ausgemisteten Klamotten vorhabe: Eventuell werde ich ein paar schöne Dinge demnächst mal auf einem Flohmarkt anbieten. Den Rest werde ich weitergeben und spenden.

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