Achtsame Lebenskunst – 15 einfache Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Achtsame Lebenskunst - meine Tipps

Hektik, Arbeit, Stress, Privatleben – es gibt viele Gründe, warum uns alles oftmals etwas zu viel ist. Eine achtsame Lebenskunst hilft uns dabei mehr Ruhe und Entspannung zu finden, das Stresslevel niedrig zu halten und glücklicher zu sein. Um mehr Achtsamkeit im Alltag zu finden reichen schon kleine Kniffe aus. Ich verrate dir 10 meiner persönlichen Tipps, die du jetzt direkt umsetzen kannst.

1. Durchatmen

Eine ganz simple Achtsamkeit Übung: bewusst durchatmen. Klingt leicht, ist aber super effizient. Wenn dir gerade einmal alles zu viel ist, die To Do Liste einfach nicht kürzer wird, dein Chef aber trotzdem noch mehr von dir will, dich jemand blöd angeht und du merkst, wie es in dir hochkocht oder was auch immer dich gerade gestresst werden lässt: mach mal kurz eine Pause und atme ein paar Mal tief ein und aus. Denn Moment erkennen, wenn es zu stressig wird, kurz einmal Stop! sagen und dir eine Verschnaufpause gönnen – das macht die Achtsame Lebenskunst aus.

2. Mehr Achtsamkeit im Alltag dank Meditation

Stressige Momente erkennen, durchatmen, Ruhe finden. Dabei hilft auch regelmäßiges Meditieren. Es muss ja gar nicht super lange sein – das Wichtigste ist die Regelmäßigkeit. Morgens oder abends 10 Minuten reichen schon aus und lassen sich, wenn man will, wirklich in jeden Alltag integrieren. Das schafft Entschleunigung, verschafft es dir die Dinge klarer zu sehen und dich zu erden.

3. Morgens Zeit nehmen

Der Wecker klingelt, wir snoozen zehn Mal, dann stehen wir hektisch auf, duschen und putzen die Zähne, ziehen uns an und stolpern aus dem Haus. Wer seinen Tag stressig anfängt, der kommt auch den restlichen Tag nicht so recht zur Ruhe. Super wichtig, um mehr Achtsamkeit im Alltag zu finden, ist es, sich morgens Zeit zu nehmen. Wenn du willst, plane eine Morgenroutine ein. Ist dir das noch zu viel, dann versuche dir einfach so mehr Zeit zu lassen und beispielsweise noch ganz in Ruhe einen Tee zu trinken, in einem Buch zu lesen, ein bisschen Yoga zu machen oder zu meditieren, bevor du los musst.

4. Nicht snoozen

Wenn wir schon beim Morgen sind – nun eine Achtsamkeit Übung, die für manch einen oder eine schon fast eine Königsdisziplin ist. Aber: wer Achtsamkeit lernen will, der sollte definitiv mit dem Snoozen aufhören und aufstehen, wenn der Wecker klingelt. Warum? Ganz einfach: durch das Aufwachen und Einschlafen und Aufwachen und Einschlafen (und so weiter und so fort) kommt unser Körper vollkommen durcheinander und versteht nicht mehr, ob er nun wach sein oder schlafen soll. Dadurch sind wir auch tagsüber träger und unser Kopf müder. Das tut unserer Achtsamkeit einen Abbruch. Außerdem ist es auch total ineffizient. Denn wenn wir eh 10 mal snoozen, können wir auch einfach den Wecker etwas später stellen und uns bis dahin noch richtigen und erholsamen Schlaf gönnen. Achtsamkeit lernen heißt also auch über den eigenen Schatten Springen und Nicht-Snoozen lernen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer das ist (glaub mir, ich habe früher eeeewig gesnoozt) – aber: es geht. ich habe es geschafft, also schafft ihr das auch! Also: stell deinen Wecker auf die Zeit, zu der du wirklich aufstehen willst und dann tu es einfach. Dadurch bist du den ganzen Tag fitter, körperlich wie geistig, und somit auch achtsamer.

5. Heiß-Kalt-Dusche

Pro-Tipp, weil wir eh gerade schon beim Aufwachen und über den Schatten springen sind: leg am Ende deines Duschgangs noch kurz eine Heiß-Kalt-Dusche ein (30 Sekunden kalt, 30 Sekunden heiß, nochmal 30 Sekunden kalt und dann Wasser aus). Auch diese Achtsamkeit Übung läuft für die meisten wahrscheinlich unter dem Motto Nur die harten kommen in den Achtsamkeits-Garten – aber seid beruhigt: so war es auch für mich. Vor einiger Zeit hätte ich nicht im Traum daran gedacht, morgens am Ende kalt zu duschen. Aber: dann habe ich mich überwunden und tu es nun jeden Morgen. Und ich kann dir sagen, es ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern macht echt verdammt fit und ein waches Köpfchen. So fällt es mir definitiv leichter mehr Achtsamkeit im Alltag zu finden.

6. Kein Handy direkt vor & nach dem Schlafen

Kommen wir vom Morgen zum Abend. Um achtsamer zu leben hilft es mindestens eine Stunde bevor du ins Bett gehst dein Handy wegzulegen und nicht mehr draufzusehen. Zum einen kannst du durch das Handylicht schwerer einschlafen, zum anderen rieselt über das Handy aber auch noch haufenweise Input auf dich ein. Eine Nachricht hier, Ein Pop-Up dort, noch ein Video, dann noch eine Eilmeldung. Der Zeitvertreib mit dem Handy hilft nicht gerade, um Ruhe im Kopf zu finden und achtsam zu sein. Also: rechtzeitig weg damit! PS: für morgens gilt übrigens das Gleiche – auf’s Handy schauen und Nachrichten checken sollte nicht das erste sein, was du morgens machst. Es reicht auch, wenn du eine Stunde nach dem Aufstehen auf dein Handy guckst und bis dahin erst einmal ganz entspannt in den Tag startest.

7. Nimm dir Zeit für dich

Wir arbeiten oder studieren, wollen unsere Freunde treffen, müssen den Haushalt erledigen, und so weiter. Oftmals bleibt da gar nicht so viel Zeit für einen selbst. Die achtsame Lebenskunst schließt jedoch auch mit ein, dass wir uns Zeit für uns selbst nehmen. Achte also darauf, deinen Terminkalender nicht all zu voll zu stopfen und dir ganz bewusst Zeit einzuräumen, in der du für dich bist und Sachen machst, die dir gut tun.

8. Gegenwärtig sein und nicht so viel denken

Wir Menschen lieben es zu denken. Allerdings kommen wir dabei schnell an den Punkt des zu viel Denkens, fangen an zu zerdenken und drehen uns im Kreis. Wir zermartern uns das Hirn über die Vergangenheit und malen uns verschiedenste Dinge über die Zukunft aus. Hier gilt schlicht und einfach: lass das! Reduziere das Denken auf das, was wirklich wichtig ist und fokussiere es auf das Hier und Jetzt. Sei mit deinem Körper und deinem Geist in der Gegenwart. Auch das ist eine Königsdisziplin, wenn es um die achtsame Lebenskunst geht und ich will euch nichts vormachen: das Denken zu reduzieren & stets gegenwärtig zu sein ist echt schwer und braucht viel Zeit (falls man das überhaupt jemals komplett beherrschen kann). Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und somit lohnt es auch dabei am Ball zu bleiben. Besonders hilfreich dabei ist das regelmäßige Meditieren. Aber auch einfach sich immer wieder in seinen Körper hineinzufühlen und den Ist-Zustand zu erkennen und anzunehmen. Wo bin ich gerade? was mache ich gerade? wie fühlt sich mein Körper an? – sind Fragen, die man sich stellen kann, um dies zu erreichen. Umso gegenwärtiger du bist, desto achtamer bist du gleichzeitig auch.

 

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9. Achtsame Lebenskunst bedeutet ehrlich sein

Achtsamer leben bedeutet auch ehrlich sein. Anderen gegenüber aber genauso dir selbst gegenüber. Hör auf dich und deine Gefühle, handele danach und artikuliere sie. Dir missfällt, was dein Gegenüber gesagt hat aber du äußerst es nicht, weil du keinen Ärger oder nicht vor den Kopf stoßen willst? Falscher Weg! Kann ich mit Gewissheit sagen, denn genau diesen Weg bin ich sehr lange entlang gelaufen. Ich dachte dadurch vermeide ich Ärger und redete mir deshalb oft ein „so schlimm ist das ja gar nicht“. Heute weiß ich: es ist immer besser offen zu kommunizieren, was im eigenen Kopf los ist und die Dinge rauszulassen. Es hilft dabei besser zu reflektieren, weiterzukommen, sich selbst, genauso wie dem Gegenüber, Transparenz zu zeigen und schneller und besser zu verstehen, was gerade mit einem selbst los ist. Kurz: achtsam in Bezug auf die eigenen Gefühle zu sein. Ehrlich sein hilft! Also: einfach raus damit und immer schon sagen, was bei dir los ist (aber nicht vergessen dabei lieb zu bleiben).

10. Mehr Achtsamkeit im Alltag durch frische Luft

Auch eine ganz simple Übung aber trotzdem hilfreich. Frische Luft sollte nicht zu kurz kommen. Lüfte regelmäßig durch und mach zwischendurch mal einen Spaziergang oder was anderes an der frischen Luft. Ja, auch jetzt im Winter, wenn es kalt ist. Dadurch versorgen wir unseren Kopf mit ausreichend Sauerstoff und helfen im klar zu denken. Ein ganz einfacher Tipp der aber trotzdem zu mehr Achtsamkeit im Alltag führt.

11. Gut und in Ruhe Essen

Auch das Essen kann uns helfen die achtsame Lebenskunst besser in unseren Alltag zu integrieren. Esse ausgewogen, hochwertige und vor allem natürliche Produkte, die möglichst unverarbeitet sind. Sie landen viele wichtige Nährstoffe in deinem Körper und du bleibst von schädlichen Zutaten verschont. Was du beispielsweise meiden solltest ist Zucker und tierische Produkte. Dafür viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten, etc. Und wenn du isst, dann in Ruhe und mit Zeit – schnelles reinspachteln solltest du vermeiden. Genauso wie nebenbei auf’s Handy gucken oder fernzusehen.

12. Spar dir den Alkohol und das Rauchen

Was unserem Körper schadet, schadet auch unserer Fähigkeit achtsam zu leben. Spar dir deshalb den Alkohol und das Rauchen oder versuche es zumindest zu reduzieren. Dadurch ist dein Kopf klarer und du kannst viel mehr Achtsamkeit im Alltag finden.

13. Achtsame Lebenskunst bedeutet Zeit lassen

Egal wann und egal mit was. Die Devise lautet nicht schnell, schnell (auch, wenn uns das in der heutigen Welt oftmals suggeriert wird). Die Devise lautet: Entschleunigung. Mach in Ruhe und lass dir Zeit. Achtsamer leben wird dadurch viel einfacher. Und wenn du jetzt denkst: „aber ich muss doch so viel tun“ – dann kann dir nur empfehlen: frage dich mal, ob du wirklich alles tun musst oder ob du nur denkst es tun zu müssen. Und: organisiere dich. Schreibe dir auf, wann du was machen kannst, wie du die Dinge am sinnvollsten verbindest und plane genug Zeit ein. Mit einer guten Organisation ist schon die halbe Miete gewonnen und du kannst achtsamer leben.

14. Positiv sein & auch die kleinen schönen Dinge schätzen

Achtsamkeit lernen geht viel einfacher, wenn man mit einer positiven und optimistischen Einstellung durch das Leben geht. Und ob du das tust oder nicht, liegt ganz alleine in deiner Hand. Denn du kannst entscheiden, wie du Dinge interpretierst, annimmst und mit ihnen umgehst. Versuche also nach der Devise Das Glas ist halb voll zu leben. Außerdem gilt es auch die kleinen schönen Dinge wahrzunehmen und wertzuschätzen. Ein freundliches Hallo des Bäckers, bei dem du morgens dein Brötchen holst, die hübsche Blume am Wegrand oder das leckere Essen, dass du mit deinen Freunden teilst. In diesem Sinne: don’t worry, be happy!

15. Tausche dich aus

Der letzte Trick ist mal wieder ein ganz, ganz simpler aber denoch super hilfreicher. Tausch dich über das Thema achtsame Lebenskunst und Achtsamkeit im Alltag aus. Mit Freunden, Familie oder der netten Dame vor dir in der Supermarktschlange. Du wist immer mal wieder was Neues erfahren oder neuen Input und Inspirationen bekommen. Achtsamleit lernen wird dadurch noch viel einfacher.

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