5 Wege: Nachhaltig einkaufen – Lebensmittel und Haushaltswaren

Beim Supermarkt-Einkauf gibt es viele kleine Dinge auf die wir achten und die so Welt ein kleines bisschen besser (oder immerhin nicht schlechter) machen können. Hier fünf Wege im deine Supermarktbesuche ab sofort etwas nachhaltiger zu gestalten.

1. Stoffbeutel statt Plastiktasche

Ganz ehrlich, Plastiktaschen sehen nicht nur total lame aus, sie sind noch dazu auch einfach schlecht für die Umwelt. Die vermeintlich praktischen Dinger werden von uns Konsumenten zuhauf in Anspruch genommen, genauer gesagt 6,1 Milliarden Stück pro Jahr, verursachen riesige Müllberge und zerfallen sehr, wirklich sehr, langsam zu Mikroplastik. Der Spaß landet oftmals im Meer, kann Tieren schaden und sie töten aber auch wieder in unsere Nahrungskette gelangen. Gar nicht mal so lecker! Nein, Plastik ist echt ziemlich uncool. Doch wie gut, dass man hier ganz schnell Abhilfe schaffen kann. Statt an der Kasse eine Plastiktasche zu kaufen, kommt man einfach direkt mit dem eigenen Stoffbeutel. Den kann man immer und immer wieder verwenden und noch dazu gibt es die guten Teile in ziemlich schicken Ausführungen. So ist man beim Einkaufen nicht nur nachhaltig, sondern auch noch richtig stylisch unterwegs.

2. Obst und Gemüse in die Plastik? Nö!

Der erste Schritt ist geschafft und du gehst mit unserem Stoffbeutel in den Supermarkt? Dann tappe jetzt ja nicht in die Falle und schmeiß dir direkt beim Obst- oder Gemüseeinkauf doch wieder eine Plastiktüte in deine Tasche. Denn auch diese Tütchen sind bei den Deutschen höchst beliebt: rund 3,1 Milliarden dieser sogenannten Hemdchenbeutel verbrauchen wir hierzulande pro Jahr. Und geben wir es zu – oftmals werden sie höchst verschwenderisch genutzt. Oder hast du noch nie gesehen, wie jemand eine einzelne Birne oder eine einzelne Gurke in so ein Tütchen verstaut? Völlig unnötig! Ja, irgendwie sind wir so aufgewachsen aber nun müssen wir es doch langsam mal einsehen: diese Tüten sind einfach überflüssig. Andere unserer Einkäufe packen wir nicht nochmal separat in irgendwelche Beutel ein – auch das Obst und Gemüse wird nicht schlecht, nur weil wir es an der frischen Luft lassen – ganz im Gegenteil. Und Abgewaschen wird das Ganze daheim ohnehin. Einfach lose rein in den Einkaufswagen oder deine Stofftasche und gut ist. Und solltest du mal etwas kaufen, bei dem eine Tüte tatsächlich mal praktisch wäre, beispielsweise einen Schwung Kirschen, kann man ganz einfach eigene Stoffbeutel oder -netze extra für Obst und Gemüse mitbringen und statt den Hemdchenbeuteln verwenden. Solche gibt es online oder im Biomarkt zu kaufen – beispielsweise von den Marken fesch & fair, naturtasche.de oder memo. Und das Beste: das Ganze eignet sich natürich auch für andere unverpackt gekaufte Lebensmittel, beispielsweise Nudeln oder Nüsse, und für Backwaren.

3. Weniger reicht auch

Laut WWF schmeißen die Deutschen pro Jahr rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weg. Das ist eine ganze Menge Essen, von der unheimlich viele weitere Menschen satt werden könnten. Was machen wir? Zu viel kaufen, weil wir doch so Lust auf dieses viele Essen haben und dann einen nicht unwesentlichen Anteil wegwerfen, weil die Hälfte irgendwie doch liegen geblieben und verschimmelt ist, das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder wir doch keine Lust mehr darauf haben. Kaufen, wegwerfen, kaufen, wegwerfen – immer und immer wieder das gleiche Szenario. Deswegen sollten wir uns schon im Supermarkt einmal mehr die Frage stellen brauche ich das wirklich? und nur das kaufen, was wir wirklich benötigen. Reste vom Vortag essen, statt schon wieder was Neues aufzumachen und das alte Essen verschimmeln zu lassen und die Banane auch trotz des kleinen braunen Flecks noch genießen. In den letzten Jahrzehnten haben die Menschen nach bestem Wissen verlernt ihre Nahrung zwertuschätzen – es wird Zeit das wieder zu ändern!

4. Regional und saisonal

Erdbeeren mitten im März? Kiwis aus Neuseeland? Es gibt ein paar Dinge, die müssen nicht sein. Dazu gehört beispielsweise auch Obst und Gemüse zu kaufen, dass irgendwo aus dem fernen Ausland zu uns geschifft, gefahren oder geflogen wurde, obwohl es vielleicht nur kurze Zeit später bei uns oder zumindest von nicht ganz so weit weg saisonal erhältlich ist. Klar, man will sich auch mal eine feine Mango aus Asien gönnen – das ist auch okay, doch sollte es eher die Ausnahme als die Regel sein. Weite Transportwege sind einfach nicht gut für unsere Umwelt und noch dazu schmecken saisonale und regionale Lebensmittel doch ohnehin viel besser. Also, gönnt euch die Erdbeeren dann, wenn sie hier auch wirklich wachsen und achtet dabei darauf, dass sie auch wirklich aus der Region kommen. Oder noch besser: geht zum nächsten Wochenmarkt und kauft bei euren Bauern des Vertrauens ein. So unterstützt ihr gleichzeitig auch noch die regionale Landwirtschaft.

5. Auf Material & Verpackung achten

Den ganzen Einkauf oder das Obst & Gemüse in Plastiktüten zu verpacken ist ziemlich ungeil. Genauso ist es aber mit bereits verpackten Produkten. Wer kennt es nicht: man geht in den Supermarkt und achtet man mal wirklich drauf, wird man schnell erkennen: es ist verdammt vieles bereits verpackt, meist in Plastik: die Nussmischung, Die Gurke, die Zahnpasta, das Spühlmittel. Viele Verpackungen – viel Abfall und Müll. Es ist nicht immer einfach verpackungsfrei einzukaufen aber es geht. Zumindest mit etwas Mühe und Geduld. Deswegen achtet beim Einkauf darauf möglichst viel ohne umweltschädliche Verpackung zu kaufen. Gerade in Bio-Märkten gibt es oftmals auch schon Abfüllstationen, in denen man sich Nüsse, Nudeln und co. in sein mitgebrachtes Glas füllen kann. Ganz ohne Abfall. Auch an Frischetheken kann man darum bitten die Waren in selbst mitgebrachte Behälter umzufüllen. In einigen großeren Städten gibt es mittlerweile außerdem verpackungsfreie Läden – 100% müllfrei.
Und weil es oft nicht bei der Verpackung aufhört, ein weiterer Tipp: schaut nicht nur auf die Verpackungen, sondern auch auf die Produkte selbst. Viele sind aus umschädigenden Materialien hergestellt. Aber auch hier gibt es mittlerweile Abhilfe: Zahnbürsten aus Bambus, statt Plastik; Recycltes Papier, statt Neues; Mitnehm-Besteck aus Maisstärke, statt Kunststoff; und so weiter und so fort.

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